Flüchtlingshilfe konkret – der Beitrag von Vodafone Stiftung und Vodafone Deutschland

Bitkom-Mitgliedsunternehmen berichten über ihr Engagement zum Thema Flüchtlinge

Bei der Vodafone Stiftung und in der Konzernzentrale von Vodafone Deutschland hat es bereits Anfang des letzten Jahres erste Überlegungen gegeben, wie den geflüchteten Menschen hier in Deutschland geholfen werden kann. Je ausführlicher die öffentliche Debatte über Flüchtlinge in Deutschland diskutiert wurde, desto größer war auch der Wunsch etwas für die Menschen zu tun, die sich von so weit her auf die beschwerliche Reise nach Europa gemacht haben. Wir von der Vodafone Stiftung, als auch das Unternehmen Vodafone, haben innerhalb eines Jahres verschiedene Projekte im Bereich der Flüchtlingshilfe auf den Weg gebracht.

In Düsseldorf, dem Hauptstandort von Vodafone, sind seit Anfang September jeden zweiten Tag zwischen 400 und 900 Flüchtlinge am Flughafen Fernbahnhof angekommen. Von dort aus werden sie auf die Erstaufnahmestellen verteilt. Eine herausfordernde Aufgabe: Deshalb hat Vodafone - als ersten Schritt - der Stadt Düsseldorf für die Helfer und Mitarbeiter in der Flüchtlingsaufnahmestation Handys mit SIM-Karten zur Verfügung gestellt, damit sich diese besser koordinieren können.

Für viele Flüchtlinge weckt die Ankunft in Düsseldorf nach einer oft monatelangen Flucht das Bedürfnis, Verwandten und Freunden zu kontaktieren, die in der Heimat verblieben sind. Als Telekommunikationsanbieter hat sich Vodafone deshalb dazu entschieden, eine Telefonecke am Fernbahnhof einzurichten, in der ankommende Flüchtlinge über Mobiltelefone kostenlos Anrufe tätigen können. Vodafone stellt die Telefone und SIM-Karten zur Verfügung, das Angebot wird von Mitarbeitern ehrenamtlich betreut.

Seit dem Start der Telefonecke im September 2015 haben viele der mehr als 38.000 in Düsseldorf angekommenen Flüchtlinge das Angebot in Anspruch genommen. Auch die Stadt Düsseldorf reagierte sehr positiv auf das Engagement von Vodafone am Fernbahnhof. Die ehrenamtlich aushelfenden Kollegen berichten von viel Dankbarkeit, aber auch von teils emotionale Szenen: Sie erzählen von Männern, die bei ihren in der Heimat zurückgelassenen Frauen und Kindern anriefen, von Menschen, die ihren in Deutschland wohnhaften Verwandten endlich von ihrer Ankunft berichteten können und auch von allein reisenden Kindern und Jugendlichen, die ihren Eltern ein erstes Lebenszeichen geben konnten. Das ist nicht nur wichtig für die Flüchtlinge, sondern auch eine beeindruckende Erfahrung für die freiwilligen Helferinnen und Helfer.

Ein zweites Projekt im Bereich Flüchtlingshilfe hat die Vodafone Stiftung im ehemaligen Vodafone-Bürogebäude am Mannesmannufer (Behrensbau) umgesetzt: Nach langem Leerstand wird das Gebäude seit dem 1. Oktober als Flüchtlingsunterkunft genutzt, bald 800 Flüchtlinge sollen dort untergebracht werden. Auch in dieser Erstaufnahmeeinrichtung ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen sehr hoch. Die Räumlichkeiten sind allerdings trist und bieten keine Spiel- oder Unterhaltungsmöglichkeiten für Kinder. Deshalb hat sich die Vodafone Stiftung dazu entschlossen, die Räumlichkeiten der früheren Unternehmens-Kita kind- und jugendgerecht wieder einzurichten und mit Möbeln, Büchern, Spielen sowie einer Tischtennisplatte auszustatten. Wie bei der Telefonecke helfen Vodafone Mitarbeiter ehrenamtlich mit, sie können sich in der Betreuung und bei der Freizeitgestaltung der Kinder engagieren.

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Petra Wickenkamp

Leiterin Programmbereich Kulturelle Bildung, Stipendien, Social Entrepreneurship, Veranstaltungsmanagement Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH

Zitat

„Je ausführlicher die öffentliche Debatte über Flüchtlinge in Deutschland diskutiert wurde, desto größer war auch der Wunsch etwas für die Menschen zu tun, die sich von so weit her auf die beschwerliche Reise nach Europa gemacht haben. “

Petra Wickenkamp, Leiterin Programmbereich Kulturelle Bildung, Stipendien, Social Entrepreneurship

Die Trainees von Vodafone haben ebenfalls ein Projekt im Bereich der Flüchtlingshilfe umgesetzt: Unter dem Motto „Spende Freude – Flüchtlingskindern helfen wieder Kind zu sein“ wurde ein sozialer Tag auf dem Vodafone-Campus organisiert. Dabei sind 23.000 Euro für die Diakonie Düsseldorf gesammelt worden, die mit dem Geld Flüchtlingsheime renoviert und Aufenthaltsräume mit kindgerechtem Mobiliar ausstattet. Die Vodafone Trainees unterstützen die Diakonie in Düsseldorf derzeit aktiv bei den Renovierungsarbeiten.

Die Sofortmaßnahmen am Fernbahnhof, die Einrichtung der Kinder- und Jugendräume im Behrensbau und die Spendensammelaktion der Vodafone Trainees verhelfen sehr direkt und unmittelbar zu einer verbesserten Aufenthaltsqualität der Flüchtlinge. Wir von der Vodafone Stiftung arbeiten jedoch auch an einer langfristigen Perspektive. Unsere Programmarbeit basiert auf dem Ziel, Chancengleichheit herzustellen und sozialen Aufstieg für sozial Benachteiligte zu ermöglichen. Deshalb ist es keine Frage, dass auch die wohl aktuell am schnellsten wachsende Gruppe von Benachteiligten in Deutschland Unterstützung bedarf.

Das nächste große Projekt der Stiftung ist eine Sommerakademie für besonders förderbedürftige Jugendliche in den Jahrgangsstufen 8 und 9. Darunter fallen nicht nur, aber wohl zurzeit vor allem junge Flüchtlinge, die ohne fundierte Unterstützung den Sprung von der Schule in die Berufswelt nicht so einfach schaffen werden. Ziel der Sommerakademie ist neben Sprachförderung und Berufsorientierung die Verbesserung von Grundwissen, Motivation und Selbstsicherheit der Teilnehmer, die damit Unterstützung beim Einstieg in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erhalten. Die Akademie wird in Zusammenarbeit mit der Leuphana-Universität Lüneburg, dortigen Wissenschaftlern und Studierenden durchgeführt. Im Anschluss an die Akademie werden die Teilnehmer zudem mindestens ein Jahr lang weiter begleitet.

Die Maßnahmen von Vodafone und der Vodafone Stiftung leisten einen wichtigen Betrag für die gesellschaftliche Inklusion der Geflüchteten. Wir sind sicher, dass diese Menschen – mit Unterstützung von Politik, Organisationen, Zivilgesellschaft und Unternehmen – schon bald ihren Platz für ein friedliches Leben finden werden, sei es in Deutschland oder in Zukunft in ihren Heimatländern.

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