27.09.2016 Zukunftstechnologie 5G braucht neue Mobilfunkfrequenzen

  • 5G-Konferenz der IT-Gipfel Plattform findet heute statt
  • Bereitstellung weiterer Mobilfunkfrequenzen muss geklärt werden

Berlin, 27. September 2016 - Mit der Ankündigung für eine 5G-Strategie setzt der Bund ein starkes Zeichen für die nächste Mobilfunkgeneration und damit für die Gigabit-Gesellschaft. Das erklärt der Digitalverband Bitkom anlässlich der heutigen 5G-Konferenz des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur, bei der die Strategie vorgestellt werden soll. Dabei muss eine schlüssige 5G-Strategie aus Bitkom-Sicht zwingend die zentrale Frage der Bereitstellung weiterer Mobilfrequenzen klären. Diese ist Voraussetzung, damit 5G sein volles Potenzial entfalten kann. Die 5G-Technologie wird Bandbreiten im Gigabitbereich und deutlich geringere Reaktionszeiten als der jetzige LTE-Standard ermöglichen. Diese Merkmale sind unter anderem für digitale Anwendungen in der Industrie 4.0, im Energiesystem, in der vernetzten Mobilität und Logistik, in der Telemedizin oder auch in der alltäglichen Mediennutzung unabdingbar. Selbstfahrende Autos können beispielsweise mit anderen Autos und der Infrastruktur Sensorinformationen in Echtzeit austauschen. Sensornetzwerke – zum Beispiel in der Landwirtschaft – können dank energiesparender Vernetzung viele Jahre mit einer einzigen Batterieladung Daten senden. Auch im privaten Bereich steigen beispielsweise durch Virtual Reality die Anforderungen an die Netze. „Eine erfolgreiche Digitale Transformation in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen wird nur gelingen, wenn wir die entsprechenden Infrastrukturen auf- und ausbauen. 5G ist ein ganz entscheidender Faktor hierfür“, sagt Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. „Um bereits ab 2020 flächendeckende 5G-Dienste realisieren zu können, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Wir brauchen eine europaweit harmonisierte Frequenzpolitik und eine ausreichende Frequenzausstattung.“