Welche Versicherungen die Deutschen online abschließen

  • Spitzenreiter bei Online-Abschlüssen ist die Reiserücktrittsversicherung
  • Die private Altersvorsorge wird nur selten online abgeschlossen

Berlin, 17. Juni 2019 - Mit wenigen Klicks zur neuen Versicherung statt langwierig Papierformulare auszufüllen ist für viele Bundesbürger eine attraktive Alternative. Derzeit werden aber vor allem vergleichsweise einfache Versicherungen mit einem übersichtlichen Leistungsangebot online abgeschlossen. So geben 4 von 10 Deutschen (44 Prozent), die eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen haben, an, dass sie dies zuletzt online erledigt haben. Und 3 von 10 (33 Prozent) Besitzer einer Kfz-Versicherung haben die letzte Police online vereinbart. Dahinter folgen fast gleichauf die Rechtsschutzversicherung (25 Prozent) und die Auslandskrankenversicherung (23 Prozent). Das ist das Ergebnis einer telefonischen Befragung unter 1.005 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Je mehr Beratung eine Versicherung erfordert, desto näher liegt es, sich dazu persönlich beraten zu lassen. Allerdings wird auch online die personalisierte Beratung per Video oder mit Unterstützung von Chatbots und Künstlicher Intelligenz künftig an Bedeutung gewinnen“, sagt Fabian Nadler, Referent Digital Insurance und InsurTech beim Digitalverband Bitkom. „Und wir werden künftig vermehrt spezielle Online-Angebote sehen, bei denen ich zum Beispiel per Smartphone noch am Flughafen für genau die Zeit meines Urlaubs einen entsprechenden Versicherungsschutz abschließen kann. Diese On-Demand-Versicherungen basieren auf IoT-Daten und werden den Versicherungsmarkt noch einmal grundlegend verändern.“

Nur jeder sechste (17 Prozent), der eine Unfallversicherung besitzt, hat diese zuletzt online abgeschlossen, bei der Krankenversicherung ist es sogar nur jeder siebte (14 Prozent). Noch geringer ist die Online-Quote bei Haftpflichtversicherungen (12 Prozent) und Berufsunfähigkeitsversicherungen (11 Prozent). Schlusslichter sind die Hausratversicherung und die private Altersvorsorge (je 7 Prozent). Nadler: „Versicherungen, die man nicht häufig wechselt, sind vor einigen Jahren natürlich eher klassisch offline abgeschlossen worden. Wir werden in den kommenden Jahren in allen Bereichen einen Trend hin zum Online-Abschluss sehen, so dass die persönliche Beratung durch Versicherungsvertreter oder -makler sich vor allem auf außergewöhnliche oder komplizierte Fälle konzentrieren kann.“