28.08.2013 Tablet Computer: Viele Wege führen ins Internet

  • Zwei Drittel aller Tablet-Nutzer surfen nur per WLAN
  • Jüngere nutzen unterwegs eher Hot-Spots, Ältere UMTS und LTE

Berlin, 28. August 2013 - Nur WLAN oder mit Mobilfunkmodul? Prepaid oder Vertrag? UMTS oder LTE? Wer sich einen Tablet-Computer anschaffen möchte, steht vor vielen Abkürzungen und noch mehr Fragen. Dabei geht es nicht nur um den Funktionsumfang und die Leistungsfähigkeit des Geräts, sondern insbesondere um die Kommunikationsmöglichkeiten und Folgekosten, die sich aus der Anschaffung ergeben. So hat eine aktuelle, repräsentative Befragung von Bitkom Research ergeben, dass zwei Drittel (65 Prozent) aller Tablet-Nutzer ausschließlich per WLAN online gehen und auf einen gesonderten Mobilfunkvertrag verzichten. Weitere 27 Prozent der Tablet-Nutzer verwenden WLAN zusätzlich. Welches Modell für wen am geeignetsten ist, kommt auf den individuellen Kommunikationsbedarf an.

Alle Tablet Computer können sich per drahtlosem, lokalem Netzwerk (WLAN) mit dem Internet verbinden, zu Hause oder unterwegs an Hotspots. Wer aber unabhängig von WLAN und Hotspots surfen will, braucht ein Modell mit Mobilfunkmodul und zumindest eine Prepaid-Karte. Oder er verbindet seinen Tablet-Computer via Smartphone mit dem Internet. Wer jedoch gern überall und direkt mit seinem Tablet-Computer ins Netz gehen will, sollte sich für einen Tablet-Computer mit Mobilfunkmodul und einen Vertrag mit Flatrate entscheiden.

„Da gut die Hälfte aller Nutzer ihren Tablet-Computer vor allem zu Hause einsetzt, reicht vielen der Zugang über WLAN“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. 88 Prozent nutzen zumindest gelegentlich das heimische Netzwerk. Immerhin 28 Prozent wählen sich unterwegs in WLAN-Hotspots ein, bei den Jüngeren unter 30 Jahre sind es sogar 42 Prozent.

Nur insgesamt ein Drittel (33 Prozent) aller Tablet-Nutzer surft auch per Mobilfunk, also mit Prepaid-Karte oder Vertrag. Dabei wird meist der Mobilfunkstandard der dritten Generation (UMTS) genutzt (28 Prozent aller Befragten). Immerhin 8 Prozent surfen schon mit dem neuen, besonders schnellen LTE-Standard. Geräte mit einem LTE-Modem bieten mehr Bandbreite als die meisten Festnetzanschlüsse. „Der Trend geht klar zur mobilen Internet-Nutzung via LTE“, sagt Rohleder. Derzeit surfen nur 6 Prozent aller Tablet-Nutzer ausschließlich durch ein eigenes Mobilfunkmodul. Besonders beliebt ist diese Zugangsmöglichkeit bei den 30- bis 39-Jährigen (44 Prozent).

Eine Zwischenlösung zwischen WLAN und eigenem Mobilfunkmodul nutzt jeder siebte (13 Prozent) Tablet-Nutzer. In diesem Fall werden die Tablets per Kabel oder Funk mit einem Smartphone verbunden und darüber wird dann der Zugang zum Internet hergestellt.

Laut Befragung setzt jeder vierte Tablet-Nutzer (27 Prozent) das Gerät ausschließlich und jeder dritte (34 Prozent) überwiegend in der eigenen Wohnung ein. Weitere 30 Prozent verwenden ihren Tablet Computer gleichermaßen zu Hause und unterwegs, nur 8 Prozent ausschließlich unterwegs.

Der Boom bei Smartphones und Tablets sowie der Trend zu UMTS und LTE treiben das Wachstum bei den mobilen Datendiensten. So wird das mobile Internet bald das mobile Telefonieren als wichtigsten Umsatzbringer für Telekommunikationsanbieter ablösen. Dieses Jahr stehen die mobilen Datendienste für rund 44 Prozent des deutschen Markts für Mobilfunkdienste. Das Geschäft mit mobilen Datendiensten legt seit 2009 zweistellig zu, in diesem Jahr voraussichtlich um 10 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro.

Hinweise zu den Datenquelle und zur Methodik: Im Auftrag des Bitkom hat Bitkom Research 509 Tablet-Nutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Daten sind repräsentativ. Den Marktprognosen zum Markt für Handys und mobile Datendienste liegen Untersuchungen des European Information Technology Observatory (EITO) zugrunde. EITO liefert aktuelle Daten zu den weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. EITO ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.

Diesen Beitrag teilen