11.05.2015 Roadshow zum Elektro- und Batteriegesetz

Berlin, 11. Mai 2015 – Die Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) hat weitreichende Folgen für Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten wie auch für Importeure, Distributoren und Händler. So sollen künftig unter anderem Leuchten für private Haushalte und Photovoltaik-Module in den Anwendungsbereich fallen. Hersteller ohne Niederlassung in Deutschland müssten zudem einen Bevollmächtigten für die Registrierung benennen. Zeitgleich wird zudem das Batteriegesetz novelliert und es gelten strengere Anforderungen für den Transport von Batterien. Wie können sich die betroffenen Unternehmen auf diese und weitere Veränderungen einstellen? Was müssen sie beachten? Das ist das Thema einer Roadshow, die die stiftung ear, die Stiftung GRS Batterien sowie die Branchenverbände Bitkom und ZVEI veranstalten. Die kostenlosen Informationsveranstaltungen finden im Juni und Juli in acht Städten deutschlandweit statt (Termine siehe unten). „Mit der Roadshow möchten wir betroffenen Unternehmen die Gelegenheit bieten, ihre konkreten Fragen mit Spezialisten zu diskutieren. Dadurch haben sie die Möglichkeit, sich rechtzeitig auf die neuen Regelungen einzustellen“, sagt Alexander Goldberg, Vorstand der stiftung ear.

Die Novellierung des Elektrogerätegesetzes, die voraussichtlich Ende des Jahres in Kraft tritt, soll laut Bundesregierung die Menge an gesammelten Altgeräten erhöhen. Elektroaltgeräte enthalten wertvolle Metalle, aber auch gesundheits- und umweltschädliche Stoffe, und dürfen deshalb nicht im Hausmüll entsorgt werden. Eine Wiederverwertung der Altgeräte schützt Mensch und Umwelt und schont knappe Ressourcen. Das Elektrogerätegesetz verpflichtet die Hersteller, sich für die in Umlauf gebrachten Geräte zu registrieren und Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte zu übernehmen.

Neben den Veränderungen durch die Novellierung des Elektrogerätegesetzes sind für Hersteller von Batterien weitere Änderungen zu erwarten. Diese betreffen vor allem die sichere Sammlung und Entsorgung von Akkus und Batterien. Auch hierzu können Teilnehmer der Roadshow ihre Fragen stellen und erhalten Rat von Fachleuten.

Termine der Roadshow:

  • 01.06. in Berlin
  • 10.06. in Bielefeld
  • 15.06. in Ludwigshafen
  • 16.06. in München
  • 30.06. in Bamberg
  • 02.07. in Marburg
  • 07.07. in Düsseldorf
  • 09.07. in Bremen

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Stefanie Kutzera

Leiterin WEEE-FULL-SERVICE Bitkom Servicegesellschaft mbH
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Angelika Pentsi

Pressesprecherin E-Mail: a.pentsi@bitkom.org Tel.: 030 27576-111 Bitkom e.V.

Bitkom und Bitkom Servicegesellschaft
Bitkom vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 250 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations-oder Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 76 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 10 Prozent kommen aus Europa, 9 Prozent aus den USA und 5 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom setzt sich insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

Die Bitkom Servicegesellschaft ist Marktführer im Bereich der Garantiestellung nach dem Elektrogesetz. Das von ihr gegründete Garantiesystem Altgeräte war das erste von der stiftung ear anerkannte Garantiesystem, hat sich mittlerweile zum WEEE-FULL-SERVICE entwickelt und feiert in diesem Jahr 10-jähriges Bestehen. http://www.bitkom-service.de/

EAR
Die stiftung ear mit Sitz in Fürth, Bayern, koordiniert die Entsorgung von Elektro-Altgeräten in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Sie hat 23 Mitarbeiter. Die stiftung ear wurde durch das Umweltbundesamt mit der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben beliehen und untersteht dessen Rechts- und Fachaufsicht.

GRS
Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien ist das vom Bundesumweltministerium festgestellte Gemeinsame Rücknahmesystem für Gerätebatterien (gem. § 6 BattG) und wurde 1998 von den führenden Batterieherstellern und dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) gegründet. Die Non-Profit-Organisation übernimmt für ihre Kunden die Rücknahme, Sortierung und Entsorgung von gebrauchten Batterien und ist das größte Rücknahmesystem seiner Art in Europa.

ZVEI
Der ZVEI vertritt die Interessen der Elektroindustrie in Deutschland mit 1.600 Mitgliedsunternehmen. Die Branche beschäftigt rund 850.000 Arbeitnehmer in Deutschland und weitere 690.000 weltweit. 2014 betrug ihr Umsatz 172 Milliarden Euro.

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