11.10.2015 Leitfaden zu Energieeffizienz in Rechenzentren

  • In deutschen Rechenzentren stehen 1,7 Millionen Server
  • Energiebedarf soll in den nächsten Jahren auf 12 Milliarden kWh steigen
  • Bitkom-Publikation gibt Hilfestellung zur Effizienzsteigerung

Berlin, 11. Oktober 2015 - Wie können Rechenzentren möglichst leistungsfähig und dabei energieeffizient arbeiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Leitfadens, den der Digitalverband Bitkom jetzt veröffentlicht hat. Rechenzentren sind zentral für das Funktionieren der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft. In ihnen werden die von Menschen und Maschinen produzierten Daten verarbeitet und gespeichert. Mit fortschreitender Digitalisierung wachsen auch die Datenmengen bzw. die erforderlichen Rechenzentrumskapazitäten – und damit auch der Energiebedarf. Laut Borderstep Institut hat sich die Zahl der physikalischen Server in deutschen Rechenzentren zwischen 2010 und 2014 um zirka 50 Prozent auf 1,7 Millionen erhöht. Setzt sich der Trend fort, steigt die Zahl bis 2020 weiter um 35 Prozent auf rund 2,3 Millionen. Der Energiebedarf der Server und Rechenzentren in Deutschland soll von rund 10 Milliarden Kilowattstunden (kWh) im Jahr 2014 auf rund 12 Milliarden kWh im Jahr 2020 steigen. „Große Rechenzentren verbrauchen viel Strom, meist im Megawatt-Bereich. Um die Umwelt zu schonen und die Kosten für die Betreiber überschaubar zu halten, müssen Rechenzentren effizient organisiert sein“, sagt Christian Herzog, Bereichsleiter IT-Infrastruktur beim Bitkom. Dabei biete der Bitkom-Leitfaden konkrete Hilfestellungen – etwa zum Energiemanagement oder zur Optimierung der IT-Hardware und Software sowie der Rechenzentrumsinfrastruktur.

Trotz steigender Rechenlast konnte der Energiebedarf der Rechenzentren mithilfe von Effizienzmaßnahmen bei IT-Hardware und Rechenzentrumsinfrastruktur in den vergangenen Jahren konstant gehalten werden. „Das zeigt, dass Effizienzbemühungen fruchten“, so Herzog. Oft reichten schon einfache Maßnahmen, zum Beispiel die Messung und Auswertung des Verbrauchs, um gute Effekte zu erzielen. Durch die zunehmende Nutzung von Smartphones, Technologien wie Big Data oder Cloud Computing sowie neue Anwendungsbereiche von digitalen Technologien, etwa in der Industrie, werde es jedoch schwieriger, den Stromverbrauch konstant zu halten, so Herzog: „Deshalb braucht es kontinuierliche Anstrengungen, um größtmögliche Effizienz zu gewährleisten.“

Der Leitfaden beschreibt den aktuellen Stand der Technik bei Infrastruktur, Rechnern, Speichern und Netzwerken und gibt einen realistischen Überblick, mit welchen Maßnahmen welche Effizienzeffekte erreichbar sind. Er ist hier kostenlos abrufbar .

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Teresa Maria Tropf

Industrie 4.0, Landwirtschaft, Pharma, E-Health, Touristik, Luftfahrt, E-Commerce, 3D-Druck E-Mail: t.tropf@bitkom.org Tel.: +49 30 27576-168 Bitkom e.V.
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Angelika Pentsi

Pressesprecherin E-Mail: a.pentsi@bitkom.org Tel.: 030 27576-111 Bitkom e.V.
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Christian Herzog

Bereichsleiter Technische Regulierung & Umwelt Bitkom e.V.

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