11.03.2013 CeBIT gibt ITK-Markt starke Impulse

  • Große Mehrheit der Aussteller mit Messe sehr zufrieden
  • Hauptthema „Shareconomy“ und Internet-Start-Ups begeisterten
  • ITK-Markt soll deutlich stärker wachsen als Gesamtwirtschaft

Hannover, 9. März 2013 - Die weltgrößte Technologie-Messe CeBIT sorgt zum Jahresauftakt für starke Impulse in der Hightech-Branche. In einer Bitkom-Umfrage zeigte sich die große Mehrheit der Aussteller mit dem Messeverlauf sehr zufrieden: Die Stimmung an den Ständen sowie Zahl und Qualität der Geschäftskontakte und Abschlüsse sei sehr gut gewesen, trotz etwas geringerer Besucherzahlen. „Die CeBIT 2013 hat der breiten Öffentlichkeit deutlich vor Augen geführt, wie ITK die Wirtschaft und Gesellschaft nach vorne bringen können“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf bei der Abschlussveranstaltung der Messe. Dazu habe vor allem das Leitthema „Shareconomy“ beigetragen. „In der digitalen Welt lautet das Motto immer häufiger: nutzen statt besitzen“, sagte Kempf. Laut einer Bitkom-Umfrage teilen rund 9 Millionen Deutsche hin und wieder Autos, Werkzeuge oder ihre Wohnung mit Hilfe des Internets. Das Leitmotto Shareconomy verband die fünf Top-Trendthemen Cloud Computing, Big Data, Mobile, Sicherheit und Industrie 4.0. Dies waren auch die thematischen Schwerpunkte der „Bitkom-World“ in Halle 4.

Bitkom sieht damit seine Prognosen für den deutschen ITK-Markt bestätigt. Er erwartet ein Plus um 1,4 Prozent auf 153 Milliarden Euro. Der ITK-Markt wächst in diesem Jahr erneut deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft. Wachstumstreiber sind vor allem Tablet Computer, Smartphones, mobile Datendienste, Software und Cloud Computing. Der Umsatz mit Tablet Computern steigt voraussichtlich um rund 11 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Der Softwarebereich legt um fast 5 Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro zu. In der Telekommunikation steigt der Umsatz mit hochwertigen Endgeräten voraussichtlich um 18 Prozent auf fast 10 Milliarden Euro, der Markt für mobile Datendienste um 7 Prozent auf mehr als 9 Milliarden Euro. Zudem rechnet der Verband für den ITK-Sektor mit einem weiteren Aufbau von 12.000 Jobs in Deutschland. Kempf: „Die Bitkom-Branche ist damit neben dem Maschinen- und Anlagenbau der einzige Industriesektor, der in Deutschland mehr als 900.000 Arbeitsplätze bietet.“

Kempf zeigte sich zudem von den Messe-Aktivitäten rund um Internet-Startups begeistert: „Gründungswettbewerbe wie der ,Innovators‘ Pitch oder CODE_n waren ein voller Erfolg. Sie haben gezeigt, welch lebendige Start-Up-Szene Deutschland hat und wie die App-Ökonomie unser Leben erleichtern kann.“ Die Bedeutung von Start-ups sei bei der Politik angekommen, jedoch bleibe die Finanzierung junger Unternehmen ein großes Problem. Generell habe sich die Messe wieder als exzellente Plattform für den Austausch mit der Politik erwiesen. Über 120 politische Delegationen aus dem In- und Ausland kamen nach Hannover, unter anderem Bundeskanzlerin Merkel, SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück, Polens Ministerpräsident Tusk sowie mehrere deutsche Kabinettsmitglieder.

Insgesamt 4.100 Unternehmen aus 70 Ländern beteiligten sich an der CeBIT, Partnerland war Polen. „Polen hat sich als eine schnell wachsende, innovative Wirtschaftsnation und als attraktiver Markt für Hightech-Unternehmen präsentiert“, sagte Kempf. Rund 150 polnische Aussteller zeigten ihre Leistungen. Mit rund 15 Milliarden Euro ist der polnische ITK-Markt mit Abstand der größte ITK-Markt unter den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Gerade bei den IT-Dienstleistungen gebe es großes Wachstumspotenzial, so Kempf. Am Polnisch-Deutschen ITK-Gipfel des Bitkom nahmen insgesamt 200 Vertreter beider Länder teil.

„Die CeBIT 2013 hat deutlich wie nie gezeigt: IT verändert unsere Wirtschaft und auch viele Lebensbereiche“, sagte Kempf. In den vergangenen Jahren wuchsen bereits IT und Telekommunikation zusammen; danach verschwanden die Branchengrenzen zur Unterhaltungselektronik; derzeit werden die Inhalte integriert – etwa bei E-Books oder Musik-Streamingdiensten aus der Cloud. „Wir stehen aktuell an der Schwelle zur vierten Konvergenzwelle, zum ,Smart Anything‘. Dazu gehören Konzepte wie die intelligente Verkehrs- und Energienetze oder Industrie 4.0“, so Kempf. Bei dieser Konvergenz zwischen vormals getrennten Technologien habe der Standort Deutschland seine Stärken: etwa im Maschinenbau, der Medizintechnik, dem Automobilbau oder der Logistik.

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Teresa Maria Tropf

Industrie 4.0, 3D-Druck, E-Commerce, Digitale Transformation von Leitindustrien: Landwirtschaft, Pharma, E-Health, Touristik, Luftfahrt E-Mail: t.tropf@bitkom.org Tel.: +49 30 27576-168 Bitkom e.V.
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Angelika Pentsi

Pressesprecherin E-Mail: a.pentsi@bitkom.org Tel.: 030 27576-111 Bitkom e.V.
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Philipp Paingt

Bereichsleiter Messen & Events Bitkom e.V.

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