09.09.2014 4 Millionen Verbraucher nutzen Carsharing

  • Verdoppelung innerhalb von 18 Monaten

Berlin, 9. September 2014 - Carsharing-Dienste wie DriveNow, Flinkster oder Car2Go werden immer beliebter. 8 Prozent aller Deutschen ab 18 Jahren haben in den vergangenen zwei Jahren solche Angebote genutzt. Das sind umgerechnet über 4 Millionen Menschen. Anfang 2013 waren es nicht einmal 2 Millionen. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen ist die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten mit 10 Prozent der Befragten besonders hoch. Das ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom. „Carsharing ist ein exzellentes Beispiel, wie IT innovative Geschäftsmodelle in anderen Branchen ermöglichen“, sagt Bitkom-Verkehrsexperte Johannes Weicksel. „Beim Carsharing bringt moderne IT die entscheidenden Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Diensten: ständige Verfügbarkeit und eine nutzungsabhängige Abrechnung.“
Das Potenzial von Carsharing ist enorm: Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem vergangenen Jahr kann sich jeder zweite Autofahrer vorstellen, solche Angebote zu nutzen. Das sind umgerechnet 24 Millionen Bürger. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar zwei Drittel der Autofahrer, in der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren 61 Prozent.

Es gibt im Wesentlichen drei unterschiedliche Carsharing-Modelle. Beim so genannten stationsabhängigen Carsharing mieten Kunden die Wagen für einen bestimmten Zeitraum, meist ein paar Stunden oder einen ganzen Tag. Die Autos werden an festgelegten Parkplätzen bzw. Stationen abgeholt und abgestellt. Das Modell ist mit klassischen Mietwagen vergleichbar. Anbieter ist beispielsweise Flinkster.

Für einfache Fahrten in der Stadt nutzen immer mehr Kunden stationsunabhängige Angebote wie DriveNow oder Car2Go. Per Smartphone-App können angemeldete Nutzer nach einem verfügbaren Auto in der Umgebung suchen und dies direkt buchen. In der Regel wird pro Minute gezahlt, manchmal nach zurückgelegten Kilometern. Nach der Fahrt können Nutzer das Auto auf einem beliebigen öffentlichen Stellplatz parken, es fallen keine Parkgebühren an. Das Auto ersetzt hier die Fahrt mit Taxi, Bus oder Straßenbahn.

Beim dritten Modell stellen private Autobesitzer ihren eigenen Wagen gegen Geld anderen zur Verfügung, häufig inklusive speziellem Versicherungsschutz. Zentrale Anlaufstellen für diese Form des Carsharings sind Webplattform wie http://www.autonetzer.de/ . Hier finden Eigentümer von Autos und Interessenten zusammen.

Carsharing ist zum wichtigen Faktor bei so genannten intermodalen Reisen geworden. Dabei werden mindestens zwei Verkehrsmittel kombiniert. Verbraucher kommen z.B. mit der Bahn in einer Stadt an und fahren per Carsharing weiter. Erste Mobilitäts-Apps wie moovel, Mobility Map oder DB Navigator bilden diesen Trend bereits ab. Der Kunde gibt ein Ziel ein, die Software verknüpft Angebote von Bahn, ÖPNV, Car- oder Bikesharing. Weicksel: „Carsharing ergänzt in immer mehr Städten den öffentlichen Personennahverkehr und schließt Lücken im Verkehrsnetz.“

Zur Methodik: Die Angaben basieren auf repräsentativen Umfragen, die Bitkom Research in Zusammenarbeit mit Aris für den Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden im Juni 2014 sowie im August 2013 und November 2012 mehr als 1.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt, darunter waren jeweils rund 780 Internet-Nutzer. Die Frage lautete: „Welcher der folgenden Dienste haben Sie in den vergangenen 2 Jahren genutzt?“ Eine der Antwortkategorien lautete: „Car-Sharing (z.B. Car2Go, DriveNow, Flinkster, Quicar). 7,8 Prozent der Internetnutzer ab 18 Jahren bejahten im Juni 2014 diese Frage. Dieses Ergebnis wurde auf die Anzahl der in Deutschland lebenden Internetnutzer ab 18 Jahren hochgerechnet (51,85 Millionen Personen). In unserer Studie wurde nicht unterschieden, ob die Nutzung im In- oder Ausland erfolgte. Bei der gleichen Befragung im Oktober 2013 bejahten 7,1 Prozent der Internetnutzer ab 18 Jahren diese Frage, im November 2012 waren es erst 2,7 Prozent. Bei einer für Deutschland repräsentativen Befragung von 1000 Personen sind statistische Abweichungen von bis zu 3 Prozentpunkten nach oben oder unten möglich.

Die Zukunft der Sharing Economy ist auch ein Thema auf dem dritten Bitkom Trendkongress am 25. November 2014 in Berlin. Weitere Informationen unter: http://www.bitkom-trendkongress.de/.

Bild zum Ansprechpartner

Johannes Weicksel

Bereichsleiter Telekommunikation und Intelligente Mobilität E-Mail: j.weicksel@bitkom.org Bitkom e.V.
Bild zum Ansprechpartner

Angelika Pentsi

Pressesprecherin E-Mail: a.pentsi@bitkom.org Tel.: 030 27576-111 Bitkom e.V.

Diesen Beitrag teilen

Bild zum Ansprechpartner

Johannes Weicksel

Bereichsleiter Telekommunikation und Intelligente Mobilität E-Mail: j.weicksel@bitkom.org Bitkom e.V.
Bild zum Ansprechpartner

Angelika Pentsi

Pressesprecherin E-Mail: a.pentsi@bitkom.org Tel.: 030 27576-111 Bitkom e.V.