15.08.2016 25 Millionen Deutschen sind Bitcoins ein Begriff

  • Mehr als einem Drittel aller Befragten ist die digitale Währung bekannt
  • Bei den 14- bis 29-Jährigen kennt sogar jeder Zweite Bitcoins

Berlin, 15. August 2016 - Die Internetwährung Bitcoins wird immer bekannter. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Deutschen hat von der digitalen Währung schon einmal gehört. Vor drei Jahren waren es erst 14 Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor. Damit gibt es in Deutschland hochgerechnet schon rund 25 Millionen Menschen, denen die digitale Währung ein Begriff ist. Am bekanntesten sind Bitcoins den 14-29-Jährigen. Hier hat mehr als jeder Zweite (51 Prozent) schon einmal von der Internetwährung gelesen oder gehört. Bei den 30-49-Jährigen ist es noch knapp die Hälfte (47 Prozent), bei den 50-64-Jährigen rund ein Drittel (32 Prozent). Bei den Befragten ab 65 ist dagegen nur noch knapp 12 Prozent der Begriff bekannt. „Die Digitalisierung verändert auch die Grundlagen des Finanzwesens mehr und mehr. Die Zahlen zeigen, dass neue Bezahlsysteme wie Bitcoins die Chance haben, sich in den nächsten Jahren weiter zu etablieren“, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Dr. Joachim Bühler. Bei der Bekanntheit gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Vor allem Männer (40 Prozent) können mit dem Begriff Bitcoin etwas anfangen. Bei den Frauen trifft das auf weniger als ein Drittel (31 Prozent) zu.

Bitcoins sind ein Zahlungsmittel, das unabhängig von Zentralbanken ausschließlich im Internet gehandelt wird. Daher sind die von anderen Währungen unabhängigen Bitcoins gerade in Krisenzeiten hilfreich. Für Händler und für Kunden ist das digitale Zahlverfahren sehr attraktiv, weil die Transaktionsgebühren niedrig sind. Derzeit ist das Internetgeld noch ein Nischen-Zahlungsmittel. Kritiker weisen darauf hin, dass es sich bei Bitcoins nicht um eine sichere Geldanlage für große Vermögen handelt. Bitcoins sind aber ein gutes Beispiel dafür, wie die Digitalisierung den Kern der Wirtschaft verändert.

Die Digitalwährung basiert unter anderem auf der Blockchain-Technologie. Auf eine Blockchain (Kette von Blöcken) werden digitale Ereignisse chronologisch geordnet in sogenannte Blocks eingetragen, zum Beispiel finanzielle Transaktionen. Ein Block entspräche in der analogen Welt in etwa einer gegengelesenen, einzelnen Seite eines Kontobuchs. Das „Gegenlesen“ einer Blockchain wird Block für Block und dazu nicht von einer zentralen, korrumpierbaren Vertrauensstelle durchgeführt, sondern parallel von sehr vielen Akteuren.

Bitcoins und Blockchain sind auch Thema bei der hub conference des Bitkom am 22. November in Berlin. Auf der internationalen Digitalkonferenz werden mehr als 2000 Teilnehmer, 400 Start-ups und 130 Sprecher erwartet. An diesem Tag vernetzen sich Global Player und Start-ups, CEOs und CIOs, Wissenschaft und Politik in Berlin und gestalten hier die digitale Zukunft. Alle Informationen unter www.hub.berlin und www.innovatorspitch.de

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt.

Weitere Informationen auf unserer Themenseite

Banking, Financial Services & FinTechs

Diesen Beitrag teilen