27.04.2015 Hamburg setzt neue Impulse für die digitale Zukunft

Hamburg hat mit dem Koalitionsvertrag der neuen rot-grünen Regierung ein frisches Regierungsprogramm erhalten. Während sich immer mehr Bundesländer in den Wettbewerb um eigene Digitalisierungsstrategien einreihen, räumt auch das Kabinett von Olaf Scholz der Gestaltung des digitalen Wandels großen Raum ein. Für Bitkom bedeutet dies den Startschuss für den Dialog mit der Hamburger Politik: Während die neue Regierung die Arbeit aufnimmt, verstärkt der Digitalverband sein Engagement in der Hansestadt, gründet ein neues Landesnetzwerk, zu dessen Landessprecher ich ernannt wurde.

Zugleich bin ich CEO von Sopra Steria Consulting, einem in Hamburg fest verankerten Management- und IT-Beratungshaus. Hervorgegangen ist es aus dem Hamburger Traditionsunternehmen Mummert Consulting (ehemals Mummert + Partner). Mit der Übernahme durch die französische Steria Gruppe und dem Zusammenschluss mit der ebenfalls französischen Sopra im vergangenen Jahr, entstand der heutige internationale IT-Konzern mit 36.000 Mitarbeitern in über 20 Ländern. Ich wiederum begann meine Laufbahn beim Bitkom-Mitglied Accenture. Über Horváth & Partners Management Consultants, der APCOA Gruppe und der Limbach Gruppe führte mein beruflicher Weg schließlich in die Hansestadt zu Sopra Steria Consulting.

Schwerpunkt Digitalisierung

Der Stadtstaat Hamburg ist ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Ökosystem Digitale Wirtschaft: Neben Sopra Steria lenken weitere Global Player wie Google oder Facebook wichtige Teile ihres Geschäfts von Hamburg aus. Zudem gesellen sich zum starken IT-Mittelstand zahlreiche Start-ups, die Hamburg neben Berlin und München zum wichtigsten Gründerstandort in Deutschland machen. Dieses Ökosystem ist sicherlich ein Grund dafür, wieso Hamburg eine der modernsten und innovativsten Städte Europas ist.

Doch damit dies so bleibt, muss die gesamte Hamburger Wirtschaft über die ITK-Branche hinaus fit gemacht werden für den digitalen Wandel – ein Thema, das den Bitkom und mich intensiv beschäftigt. Herausforderung für Hamburg wie auch für den Standort Deutschland ist aber die Digitalisierung der Wirtschaft: Ein Drittel (37 Prozent) der deutschen Unternehmen hat laut einer Bitkom-Umfrage keine Strategie für die Bewältigung des digitalen Wandels. Aber: Die Digitalisierung betrifft alle Branchen und sorgt für grundlegende Veränderungen der Marktbedingungen und Geschäftsmodelle. Darauf sollten sich alle Unternehmen einstellen, denn Firmen mit frühzeitiger Digitalstrategie sind Mitbewerbern häufig voraus und erfolgreicher. Für die Wertschöpfung im Land wäre es gefährlich, sollten digitale Transformationsprozesse unterschätzt werden. Hier gibt es auch für die Politik Handlungsbedarf, weshalb der Senat Digitalisierung als einen von drei strategischen wirtschaftspolitischen Schwerpunkten festgelegt hat und die „Digitalisierung der Wirtschaft vorantreiben“ will.

Darüber hinaus deckt der Koalitionsvertrag viele Themen ab, die Bitkom und der ITK-Branche momentan am Herzen liegen: Potenziale von Industrie 4.0 heben, Start-ups u.a. durch verbesserte Gründungs- und Wachstumsfinanzierung fördern, Einsatz intelligenter Transportsysteme und Ausbau von Elektromobilität, Digitalisierung der Verwaltung und von Bürgerangeboten, intelligente Bildungsnetze oder die Stärkung von Informatik und dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Als Bitkom wollen wir unsere fachliche Expertise zur Verfügung stellen und der Hamburger Politik helfen, die Digitalisierung in der Stadt voranzubringen. Denn die digitale Transformation wird entscheiden, wie Hamburg beispielsweise in zehn Jahren, im Jahr 2025, aussieht.

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Urs Michael Krämer

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