24.02.2015 Digitalisierung: Chancen nutzen und Herausforderungen annehmen

Die Digitalisierung zieht mit rasanter Geschwindigkeit in alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft ein. Es geht nicht mehr nur um Software oder Hardware, Daten treiben Innovationen in den Unternehmen und in unserem Gemeinwesen voran. Wir befinden uns mitten in einer digitalen Transformation unserer gewohnten Lebens- und Arbeitswelt.

Ohne Zweifel liegen in der Digitalisierung zahlreiche Chancen, insbesondere für Unternehmen. Viele Experten sehen vor allem im Internet der Dinge ein großes Potenzial, wenn Gegenstände des Alltags plötzlich in der Lage sind, Daten zu übermitteln oder miteinander zu kommunizieren. Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Dasselbe gilt in der Produktion unter dem Stichwort Industrie 4.0, die die industriellen Fertigungsabläufe grundlegend ändern wird.

Die Chancen aber erkennt nur, wer ein grundlegendes Verständnis der Zusammenhänge entwickelt. Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer muss sich fragen, wie die Chancen der Digitalisierung in das eigene Geschäftsmodell integriert werden können und seine Wertschöpfungsketten aus digitaler Perspektive hinterfragen. Wer glaubt, die Digitalisierung betreffe ihn nicht, handelt fahrlässig. Wer sich einen Überblick über diese Chancen verschaffen will, muss die CeBIT in Hannover besuchen. Sie stellt unter dem Topthema d!conomy die digitale Transformation in den Mittelpunkt.

Ganz besonders freue ich mich auf die Aussteller und Besucher aus China. China ist in diesem Jahr das Partnerland der CeBIT. Unter dem Motto „Innovation, Convergence, Cooperation“ werden mehr als 600 chinesische Unternehmen an der CeBIT teilnehmen. Damit wird China zum größten und stärksten CeBIT-Partnerland aller Zeiten. Wir erwarten namhafte Großunternehmen, die sich auf einem Zentralstand präsentieren. Darüber hinaus ist China mit Gemeinschaftsständen und Einzelausstellern in neun weiteren Hallen sowie bei den CeBIT Global Conferences präsent. Damit ist das Partnerland der CeBIT 2015 in nahezu allen Angebotsbereichen vertreten.

Das ausgeprägte Wachstum im chinesischen IT-Markt sowie die Ausweitung des Binnenkonsums machen China zu einem besonders wichtigen Absatz- und Partnermarkt für global agierende IT-Unternehmen. China ist nach den USA der zweitgrößte IT-Markt weltweit. Als Partnerland der CeBIT 2015 erwartet China zusätzliche Impulse für den eingeschlagenen Wachstumskurs seines IT-Marktes.

So reizvoll die Perspektiven und Chancen sind, so sehr müssen wir uns auch mit den Risiken und Nebenwirkungen der Digitalisierung beschäftigten. Attraktive Renditen, smarte Produkte und scheinbar unendliche Möglichkeiten sind eben nicht alles. Der Politik – national und auch international – stellen sich viele neue Aufgaben. Wir benötigen vor allem sichere rechtliche Rahmenbedingungen, etwa für den Schutz der Privatsphäre von Nutzern und geeignete Maßnahmen gegen grenzüberschreitende Internet-Kriminalität.

Es gibt also viel zu besprechen auf der CeBIT 2015, nicht zuletzt für Politiker. Alle, die in der Politik Verantwortung tragen, sollten die Zusammenhänge verstehen – und deshalb den Dialog suchen mit den Unternehmen, die die Digitalisierung vorantreiben. Wir in Niedersachsen nehmen das sehr ernst. Mit der CeBIT haben wir die weltweit wichtigste Veranstaltung der digitalen Wirtschaft direkt vor der Haustür. Die Niedersächsische Landesregierung wird deswegen eine Kabinettssitzung auf dem Messegelände inmitten der CeBIT abhalten. Einen besseren Ort, die Digitalisierung zu erleben, gibt es nicht.

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Stephan Weil

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