08.09.2015 "Der Spaß am Autofahren darf nicht auf der Strecke bleiben"

Intelligente Mobilität: Drei Fragen an Adam Opel AG

1. Welche technische Erfindung hat die größte Veränderung in den vergangenen 100 Jahren gebracht?

Die letzten 100 Jahre waren geprägt von einer sehr hohen Innovationsgeschwindigkeit – egal ob Technik oder Medizin. Allerdings hatte keine Erfindung einen so konkreten Einfluss auf das Alltagsleben der Menschen wie das Internet. Die Verfügbarkeit von Information und die Kommunikation in Echtzeit waren nur der Anfang. Die Vernetzung von Mensch und Maschine wird meiner Ansicht nach weiter zunehmen, sogenannte „Wearables“ sind nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Auch der Einzug des „Internets der Dinge“ wird noch einmal einen Schub für unser Hochtechnologiezeitalter bringen. Die Mobilität wird hiervon profitieren, unsere Häuser, Straßen und Städte werden intelligenter. Verkehrswege werden optimiert, Warte- und Standzeiten vermindert. Hier stehen wir erst am Anfang einer spannenden Entwicklung. Übrigens sind wir bei Opel Vorreiter, wenn es um die Vernetzung von Fahrzeugen geht. Der neue Astra, den wir auf der IAA vorstellen, ist serienmäßig mit Opel OnStar ausgestattet. Ein persönlicher Service- und Hilfeassistent, der zum Beispiel im Notfall einen automatischen Hilferuf sendet oder die wichtigsten Fahrzeuginformationen auf die Smartphone-App holt. Darüber hinaus ist der Astra mit Opel OnStar ein WIFI-Hotspot für bis zu sieben Geräte. Wir sind also schon mitten drin, wenn es um die Vernetzung von Fahrzeugen mit dem Internet geht.

2. Wie wird Ihr Unternehmen auf den sich verändernden Mobilitätsmarkt reagieren?

Die zunehmende Urbanisierung verlangt nach neuen Mobilitätslösungen. Darüber hinaus sehen wir, dass sich das Verhältnis zu Besitz ändert. Ein Indiz dafür ist zum Beispiel die neue „Sharing Economy“, die in vielen Teilen der Gesellschaft Einzug erhält. Da reicht es als Automobilhersteller nicht mehr, „nur“ Autos zu bauen. Wir müssen uns zunehmend als Mobilitätsdienstleister verstehen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Aus diesem Grund sind wir vor kurzem mit einem neuen Carsharing Konzept, CarUnity, gestartet. Das besondere an CarUnity ist, dass man sein eigenes Fahrzeug vermieten kann. Von Privat zu Privat, so ähnlich wie Airbnb, nur eben für Autos. Wir von Opel stellen die Plattform, es ist aber egal, welches Fabrikat ein Fahrzeug hat, das dort zur Vermietung steht. Hier gehen wir mutig einen neuen Weg – ganz nach dem Motto: Wer teilt fährt besser.

Zudem haben wir uns an der Plattform flinc beteiligt, ein Internetservice für Mitfahrgelegenheiten. Und In naher Zukunft werden wir sogar CarUnity und flinc verbinden, es ist also noch viel von Opel in dieser Richtung zu erwarten.

3. Was für Produkte mit Mobilitätsbezug bietet Ihr Unternehmen in 20 Jahren an?

Ich bin zuversichtlich, dass die Automobilindustrie mit ihren zahlreichen hoch qualifizierten Ingenieuren das Potenzial dazu hat, jede Herausforderung zu meistern. Bei GM wollen wir führend sein in der Forschung, Entwicklung und Bereitstellung von intelligenten Transport-Technologien, die uns helfen, die Mobilität zu verbessern, Staus zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen. Gleichzeitig aber muss klar sein: Das Fahrererlebnis, der Spaß am Autofahren – das alles darf nicht auf der Strecke bleiben. Bei uns im Konzern denken wir schon weit in die Zukunft. Unter dem Arbeitstitel Super-Cruise wird an zahlreichen Umsetzungen des Themas autonomes Fahren gearbeitet.

Contact Picture

Tina Müller

Chief Marketing Officer, Adam Opel AG

Diesen Beitrag teilen

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar

* = Pflichtfelder

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich angezeigt

Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatischem Spam vorzubeugen.

Captcha

Bitte geben Sie alle Zeichen ein.

 

Contact Picture

Tina Müller

Chief Marketing Officer, Adam Opel AG