30.03.2015 Browser oder Banking-App – welcher E-Banking-Typ sind Sie?

Bankgeschäfte hat jeder zu erledigen, aber immer weniger Personen möchten dafür eine Bankfiliale aufsuchen. Eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt: Gut zwei von drei Internetnutzern (68 Prozent) in Deutschland greifen bereits bequem von zu Hause aus auf ihr Bankkonto zu.

Ob Online-Banking über Browser und Finanzsoftware oder reines M-Banking auf dem Smartphone – die Möglichkeiten, Bankgeschäfte online zu erledigen, sind vielfältig. Der Nutzer wählt entsprechend seiner Gewohnheiten, seiner Einstellungen zu neuen Medien und anderen Kriterien aus. Vier E-Banking-Typen können wir unterscheiden:

Die sogenannten Millenials zeichnen sich gerade im digitalen Umfeld dadurch aus, dass Sie Althergebrachtes infrage stellen und damit auch die Art und Weise, Bankgeschäfte zu tätigen. Diese Verbraucher sind quasi 24/7 mobil im Netz. Sie posten Ihre Meinung über ihre Social Media Kanäle, kaufen überwiegend online ein und erledigen auch Überweisung & Co über Tablet oder Smartphone. PC und Laptop werden von dieser Gruppe so gut wie gar nicht mehr gebraucht. Dies stellt natürlich besondere Anforderungen an System und Nutzung. Eine Trennung der Kanäle von PC und mobilen Endgeräten wird nicht akzeptiert. Dies bedeutet vor allem, dass sich die Kreditinstitute über neue Sicherheitsmechanismen Gedanken machen müssen. Leider vernachlässigen Millenials es auf allen Geräten Antischadsoftware-Programme aufzuspielen. Die Nutzung biometrischer Daten zur Erhöhung der Sicherheit ist bei Ihnen kein Tabu, sondern als ergänzender Sicherheitsmechanismus hoch im Kurs. Außerdem wichtig für sie: Sicherheitsmechanismen sollten kostenfrei sein.

Security Seeker sind sehr funktionell denkende Smartphone User. Sie lesen die neuesten Nachrichten und Wetterberichte gerne über das Smartphone lassen sich von der Navigations-App leiten oder koordinieren ihre beruflichen und privaten Termine per App. Komplexere Aktivitäten wie das Online-Banking erledigen sie allerdings lieber am heimischen PC, da sie davon überzeugt sind, dass mobile Endgeräte ein höheres Risiko bergen. Sie nutzen die von Ihrer Bank zur Verfügung gestellten Sicherheitssysteme und sind auch bereit, für hohe Sicherheit eine Gebühr zu entrichten. PC und Laptop sind genauso mit der neuesten Anti-Viren-/ Trojaner Software ausgestattet wie ihre mobilen Endgeräte. Dies unterscheidet sie deutlich von vielen anderen Nutzergruppen.

Pragmatiker sind informationsliebende Nutzer. Ob PC, Laptop oder mobiles Endgerät – alle Kanäle werden miteinander kombiniert. Couch Commerce ist genauso angesagt wie der digitale Gang zum Anlageberater. Hauptsache es geht schnell und unkompliziert. Der Trade Off zwischen Convenience und Sicherheit fällt eindeutig aus. Die Nutzerfreundlichkeit steht im Vordergrund und lässt Sicherheitsbedenken in den Hintergrund treten. Der Geschäftslaptop ist automatisch vor Zugriffen durch den Firmenadministrator geschützt, das private Smartphone jedoch nur unzureichend vor Angriffen von außen gesichert. Hohe Sicherheitsbarrieren schrecken diese Zielgruppe ab.

Digital Phobiacs möchten ihren digitalen Fußabdruck so klein wie möglich halten. Das Handy wird zum Telefonieren genutzt, der PC für den Weihnachtsbrief. Für Smartphones haben Sie keine Verwendung. Online recherchieren sie für den nächsten Urlaub oder die Ladenöffnungszeiten. Sie kaufen nicht online ein, sondern machen ihre Besorgungen im stationären Einzelhandel. Bankgeschäfte werden klassisch in der Filiale getätigt. Überweisungen werden per Ausdruck durchgeführt, Kontoauszüge am Automaten gezogen und Anlagen im Vieraugengespräch mit dem Berater besprochen. Digitales Banking ist ihnen von jeher zu unsicher.

In der Realität lassen sich diese E-Banking-Typen natürlich nicht trennscharf unterscheiden. Die Mehrzahl der Nutzer hat sicher Eigenschaften verschiedener Typen. Genau hier liegt oft ein Problem: Es gibt nicht die eine Standard-Lösung für ein sicheres Online- oder Mobile-Banking. Wir raten dem Verbraucher daher dazu, sein Nutzerverhalten zu beobachten und sich von seiner Bank beraten zu lassen. Die Experten können die zur Verfügung stehenden Sicherheitsmechanismen aufzeigen und passgenaue Empfehlungen abgeben.

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