Gestern hat sich die Bundesregierung mit dem elektronischen Einkommensnachweis (ELENA) auf das größte Projekt zum Abbau von Bürokratiekosten geeinigt. Arbeitgeber können ab 2010 Einkommens- und Beschäftigungsnachweise elektronisch übermitteln. Wer staatliche Leistungen beantragt, muss die Abfrage seiner Daten mittels einer qualifizierten elektronischen Signatur genehmigen. Dieses Verfahren soll ab 2012 voll einsatzfähig sein. Als Träger für das Zertifikat sind Karten wie etwa der neue elektronische Personalausweis, die elektronische Gesundheitskarte und Bankkarten geplant. BITKOM hat sich seit mehreren Jahren für die Einführung des elektronischen Einkommensnachweises eingesetzt, unter anderem auch durch Schreiben des damaligen BITKOM-Präsidenten Berchtold an die Bundeskanzlerin.
Bisher ist das Verfahren auf die Ausstellung von jährlich 6,5 Millionen Beschäftigungs- und Einkommensnachweisen für die Arbeitsagentur beschränkt. Das Bundeswirtschaftministerium hat weitere 20 Verfahren ermittelt, die ebenfalls elektronisch abgewickelt werden könnten wie Nachweise über Arbeitszeiten und Einkommen in Gerichtsverfahren und bei anderen Sozialleistungen.