EU-Förderprogramme

Das siebte Forschungsrahmenprogramm

Beginn: Die Europäische Kommission hat am 16. Juni 2004 in der Mitteilung „Wissenschaft und Technologie: Schlüssel zur Zukunft Europas – Leitlinien für die Forschungsförderung der Europäischen Union“ ihre Vorstellungen zum Nachfolgeprogramm präsentiert und damit den Diskussionsprozess zum siebten Forschungsrahmenprogramm ausgelöst.

Ziele: In der Mitteilung von 2004 definiert die Kommission sechs Ziele: (1) Schaffung europäischer Exzellenzpole, (2) Start europäischer Technologieinitiativen, (3) erzeugung größerer Kreativität in der Grundlagenforschung durch europäischen Wettbewerb, (4) Steigerung der Attraktivität des Forschungsstandorts Europa, (5) Ausbau der Forschungsinfrastruktur sowie (6) eine verbesserte Koordinierung einzelstaatlicher Forschungsprogramme.

Struktur: Das Gesamtprogramm wird in vier spezifische Programme unterteilt, welche die vier übergreifenden Ziele der EU-Forschungspolitik widerspiegeln sollen:

  • Zusammenarbeit: Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Unternehmen, Forschungszentren und öffentlichen Einrichtungen. In diesem spezifischen Programm wurden wiederum neun „thematische Bereiche“ definiert, zu denen Unterprogramme ausgeführt werden sollen: (1) Informationsgesellschaft, (2) Gesundheit, (3) Verkehr, (4) Nanowissenschaften und –technologie, (5) Sicherheit und Weltraum, (6) Energie, (7) Umwelt, (8) Energie, (9) Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften.
  • Ideen: Einrichtung eines eigenständigen Europäischen Forschungsrates (EFR)
  • Menschen: Verbesserung der Karriereaussichten und der Mobilität von Wissenschaftlern. Die Maßnahmen in diesem spezifischen Programm werden auch als „Marie-Curie-Maßnahmen“ bezeichnet.
  • Kapazitäten: Erhöhung der Forschungskapazitäten durch den Ausbau von Infrastruktur und die Förderung von FuE-Aktivitäten vor allem von KMU.

Budget: Das Gesamtbudget beträgt 50,5 Mrd. Euro – dies ist eine erhebliche Steigerung im Vergleich zum sechsten FRP (20 Mrd. Euro). Das 7. FRP soll dabei helfen, das „Lissabon-Ziel“ von 3 Prozent des BIP für FuE-Förderung zu erreichen.  Die spezifischen Programme „Zusammenarbeit“ und „Ideen“ sollen ca. 70 Prozent der Mittel erhalten, „Menschen“ und „Kapazitäten“ ca. 20 Prozent. Die übrigen 10 Prozent sollen für die Gemeinsame Forschungsstelle und Euratom-Aktivitäten bereit gestellt werden.

Zeitplan: Die ersten Ausschreibungen sollen im November 2006 veröffentlicht werden. Offizieller Starttermin des Programms ist der 1. Januar 2007, das Programm endet am 31. Dezember 2013.

Mehr Informationen:

Zeitplan

Position der Bundesregierung

Position des BITKOM / EICTA

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FP7 Positionspapier Bundesregierung SURF.pdf

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FP7 EICTA Positionspapier 2004.pdf

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