Ende April ist die neueste Ausgabe des
KfW-Gründungsmonitors erschienen. 835.000 Personen haben in Deutschland im Jahr 2011 eine selbstständige Tätigkeit begonnen, 101.000 weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang basiert vor allem auf eine geringere Zahl von Nebenerwerbsgründern (-18 % auf 443.000 Personen), während die Zahl der Vollerwerbsgründer mit 392.000 Personen nahezu gleich geblieben ist. Die KfW nennt für den Rückgang der Gründungsaktivität folgende Gründe:
- gute Arbeitsmarktlage: weniger Personen verspürten den Druck in die Selbstständigkeit zu gehen und
- positive, aber nachlassende gesamtwirtschaftliche Nachfrageentwicklung insbesondere in der zweiten Jahreshälfte.
Die neu gegründeten Unternehmen schufen im Jahr 2011 rund 453.000 Vollzeitstellen. Das sind 129.000 Stellen weniger als im Vorjahr. Der Rückgang wird auf eine geringe Gründungstätigkeit und auf den geringeren Bedarf der Gründer an Arbeitskräften zurück geführt.
Diese und weitere Ergebnisse sind ausführlich im KfW-Gründungsmonitor 2012 dargestellt. Der KfW-Gründungsmonitor charakterisiert die Struktur des Gründungsgeschehens im Jahr 2011. Dazu gehören
- Ausweis des Bruttobeschäftigungseffekts,
- Beschreibung der Gründerpersonen,
- Beschreibung der Gründungsprojekte einschließlich der Gründungsfinanzierung und
- Analysen zum Beginn und Abbruch von Gründungsprojekten.
Der aktuelle Bericht wird um besondere Segmente im Gründungsgeschehen, die als Entrepreneure und Self-Employed bezeichnet werden, ergänzt.
Der Ergebnisbericht des KfW-Gründungsmonitors 2012 steht in der Kurz- und Langfassung auf der Webseite der KfW-Bankengruppe zur Verfügung.