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IKT 2020

Beginn: Das Programm umfasst den Zeitraum 2007 bis 2011.

Grundprinzipien:

„Stärken stärken“: IKT 2020 geht davon aus, dass knappe Forschungsförde­rungs­mittel nur dort effizient eingesetzt werden können, wo bereits exzellente Markposi­tio­nierungen erreicht oder aber übergreifende strategische Interessen betroffen sind. „Stärken stärken“ bedeutet folglich den Abschied vom „Gieskannenprinzip“, al­so der gleichmäßigen Verteilung von Förderungsmitteln. Aufgrund der Selektion von Themen gewinnt die Selektion der Forschungsförderungsfelder an Bedeutung

Anwendungsorientierung: IKT 2020 betont die Querschnittsfunktion von ITK-Tech­nologien – ITK ist der Innovationstreiber schlechthin, ohne sie sind auch die tradi­tio­nell starken deutschen Branchen nicht mehr denkbar. Im Zentrum von IKT 2020 stehen deswegen nicht die ITK-Technologien als solche, sondern „ITK für etwas“. Die zentralen Anwendungsfelder von IKT 2020 sind:

  • Automobil und Mobilität
  • Maschinenbau und Automatisierung
  • Gesundheit und Medizin
  • Logistik und Dienstleistungen
  • Energie und Umwelt

Qualitätseigenschaften: IKT 2020 formuliert einen Qualitätsanspruch an ITK-Pro­duk­te aus Deutschland. Idee ist es, das Qualitätssiegel „Made in Germany“ auch im ITK-Markt gewinnbringend zu etablieren. Folgende Qualitätseigenschaften werden genannt: Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit, Ressourceneffizienz.

Vertikale und horizontale Kooperationen: Die Förderung wird hauptsächlich in Ver­bünden geschehen. Vorgesehen sind zum einen vertikale Kooperationen, die auf bestimmte Anwendungsgebiete ausgerichtet sind („Leitinnovationen“). Zum ande­ren sind horizontale Kooperationen vorgesehen, die eine festgelegte konkrete tech­nologische Zielsetzung verfolgen („Technologieverbünde“ und „Diensteplattfor­men“).

Lernendes Programm: IKT 2020 ist ausdrücklich als lernendes, weiter zu ent­wickeln­des Programm angelegt.

Inhalt:

Gemäß der vorgestellten Systematik sind bislang nicht abschließend folgende Forschungsthemen vorgesehen:

  • Leitinnovation „Initiative Automobilelektronik“
  • Leitinnovation „Vernetze intelligente Objekte in der Logistik“
  • Leitinnovation „Sichere Mobilität durch Kommunikationstechnologien“
  • Leitinnovation „IKT für Gesundheit“
  • Technologieverbund „Digitales Produktgedächtnis“
  • Technologieverbund „Standards für die Kommunikation der Zukunft“
  • Technologieverbund „Virtuelle Technologien und reale Produkte“
  • Technologieverbund „Umgebungsintelligenz für autonome vernetzte Systeme“
  • Diensteplattform „IKT für Dienste und Dienstleistungen“
  • Diensteplattform „Flexible Module für Kommunikationsdienste“

Budget:

Die Gesamtförderungsmittel von IKT 2020 belaufen sich für den Zeitraum von 2007 bis 2011 auf 3,2 Mrd Euro, im Durch¬schnitt sind das 650 Mio Euro pro Jahr.

Von diesen 3,2 Mrd Euro sind 1,7 Mrd Euro für die institutionelle Forschungsförderung (Unterstützung von Max Planck, Helmholtz, Leibniz, DFG etc.) sowie 1,5 Mrd Euro für die Projektförderung vorgesehen.

Damit stehen pro Jahr im Durchschnitt 300 Mio Euro für die Projektförderung zu Verfügung. Im Vergleich zum Vorgängerprogramm „IT-Forschung 2006“ (Laufzeit 2002 bis 2006). Insgesamtergibt sich eine nominale Steigerung von 3,17 Prozent gegenüber dem Vorgängerprogramm.

Ausschreibungen:

Die Ausschreibungen zu konkreten Themen werden von den einzelnen Fachreferaten des BMBF gestaltet und konsekutiv veröffentlicht. Zentrale Ansprechpartner zur Einreichung von Projektideen sind:

Forschungszentrum Jülich GmbH
Förderberatung des BMBF beim Projektträger Jülich
Wallstr. 18, 10179 Berlin
Tel: 0800 - 262-3008
Fax: 030 - 20199-470
E-Mail: Foerderinfo@bmbf.bund.de

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Projektträger im DLR – Informationstechnik
Linder Höhe, 51147 Köln
Tel. 02203 - 601-2862
Fax: 02203 - 601-2842
E-Mail: pt-it@dlr.de

Mehr Informationen:

 

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