ITK soll ein Schlüssel für einen modernen Klima- und Umweltschutz in Deutschland werden. Dafür hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), vertretend für die ITK-Wirtschaft in Deutschland, im Juli 2009 gemeinsam mit IT-Anwendern eine „Green IT Allianz“ gegründet, die Wissenschaft und mehrere Ressorts der Bundesregierung als Partner unterstützen. Die „Green IT Allianz“ ist ein zentrales Ergebnis des 3. Nationalen IT-Gipfels vom November 2008. In Darmstadt verabschiedeten die Teilnehmer unter anderem einen „Aktionsplan Green IT“, in dem die Allianz angekündigt wurde.
Die wichtigsten Ziele der „Green IT Allianz“ lauten: die politische und wirtschaftliche Agenda für Green IT weiterzuentwickeln, die Vorreiterrolle der ITK-Branche bei Green Technologies auszubauen, die Klimaschutz-Potentiale durch ITK für die Bundesrepublik Deutschland zu erschließen, die Export-Chancen deutscher Technologieanbieter zu verbessern sowie die Zusammenarbeit zwischen Anbietern, Anwendern, Politik und Wissenschaft zu verstärken. Die Initiative ermöglicht es Herstellern von ITK regelmäßig mit der Anwenderindustrie Fragen zu Grünen Technologien zu behandeln und in konkrete Projekte umzusetzen. Mitglieder der Allianz sind derzeit über 35 Hersteller, Anwender, Forschungseinrichtungen.
Arbeitsgruppen
Die Arbeit der Green IT Allianz läuft über 6 Arbeitsgruppen, die sich in einem ersten gemeinsamen Treffen gebildet haben. In den Gruppen sollen die verschiedenen technologischen, wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale von Green IT identifiziert und Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Marktdurchdringung dieser Technologien sowie künftige Geschäftsperspektiven entwickelt werden. Koordiniert wird die Arbeit über den Kompetenzbereich Umwelt und Nachhaltigkeit des BITKOM, wo auch mit bestehenden Umweltarbeitskreisen des Verbandes und anderen Initiativen abgeglichen wird.
Die Mitglieder der Green IT Allianz arbeiten in folgenden Arbeitsgruppen zu Kernfragen:
- AG1: Einsatz von "Enabler"-Technologien und Produkten: Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für ITK-Technologien und Produkten, andere Branchen bei der CO2-Reduktion zu unterstützen?
- AG2: Masterplan Green IT: Welche Bestandteile sollte ein Masterplan Green IT für Deutschland umfassen und wie sollte der Prozess zu dessen Erarbeitung gestaltet werden?
AG3: Software und Green IT: Welche Potenziale birgt Software für die Energieeffizienz von ITK und anderen Technologien?
- AG4: Green in der IT: Green in der IT: Welche Anforderungen stellen Hersteller und Anwender an eine energieeffiziente ITK?
- AG5: Ressourceneffizienz: Welche Beispiele für Ressourceneffizienz in der ITK gibt es und wie kann sie gemessen werden?
- AG6: Kommunikation: Kommunikation der Ergebnisse an Unternehmen, Politik und die interessierte Öffentlichkeit
Darüber hinaus gibt es einen Leitungskreis der Green IT-Allianz, in dem die Leiter der Arbeitsgruppen die Ergebnisse zusammenführen und auf Wechselwirkungen analysieren.
Die Programme und konkreten Inhalte der Arbeitsgruppen können Sie folgendem Arbeitsprogramm der Green IT Allianz entnehmen.
Für Fragen zur Mitgliedschaft richten Sie sich bitte an uns.