Der Güter- und Personen-Verkehr im Transitland Deutschland steigt auf allen Verkehrsträgern rasant an. Der Ausbau der Verkehrswege ist dabei kein Allheilmittel: Die Verkehrs- und Datenströme über Straße, Schiene, Luft und Binnengewässer müssen effizient miteinander vernetzt werden, um mit dem Verkehrsaufkommen Schritt zu halten. Intelligente Verkehrsmanagement-Systeme unterstützen die Mobilität einer modernen Gesellschaft, erhöhen die Sicherheit im Verkehr und reduzieren Stau und Schadstoffausstoß erheblich.
Durch die EU-Richtlinie zur Einführung und Nutzung der Verkehrstelematik sowie durch die EU-Standardisierung des Notrufes „eCall“ steht eine Sendefähigkeit zukünftiger Fahrzeuge unmittelbar bevor. Einige Automobilkonzerne betreiben bereits heute solche Services europaweit in Eigenregie. Verkehrsmanagementzentralen sind hingegen überwiegend weder auf die Einführung des europäischen Notrufes eCall noch auf die Verarbeitung von Funkinformationen aus Fahrzeugen vorbereitet. Diese Zentralen müssen flächendeckend mit Notfall- und Sicherheitssystemen ausgebaut, mit intermodalen Echtzeit-Informationen versorgt und an eine dynamische Parkraumbewirtschaftung angebunden werden. Auf Verkehrsfluss und Emissionsbelastungen in Ballungszentren kann hierdurch situationsbezogen mittels Verkehrslenkung, Kostenumlagen und Services reagiert werden.
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