Das 6. Anwenderforum Outsourcing hat mit 444 Teilnehmern sein Image als größte jährliche Veranstaltung zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum gefestigt.
Vom 11. bis 12. November fand die sechste Konferenz der Veranstaltungsserie des Arbeitskreises Outsourcing statt. In Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden informierten mehr als 80 Experten – Anwender, Verwaltungsvertreter, Verbandsvertreter, Forscher sowie Berater, Analysten und Anbieter – über Erfahrungen und Trends rund um Outsourcing-Projekte. In mehreren Beiträgen wurde hervorgehoben, dass Outsourcing und Innovation keinen Widerspruch bilden. Vielmehr erwarten Kunden zunehmend, dass die Provider den rasanten technischen Fortschritt im Verlauf mittel- und langfristiger Outsourcing-Projekte im Kundeninteresse umsetzen. Das setzt die Entwicklung partnerschaftlicher Beziehungen zwischen Kunde und Provider voraus, die nicht mehr mit den Begriffen Auftraggeber und Lieferant charakterisiert werden können. Kontrolle kann Vertrauen nicht ersetzen.
Das vom Arbeitskreis Outsourcing zum Kongress herausgegebene Buch „Innovationen im Outsourcing“ dokumentiert in zahlreichen Fallstudien, wie sich die Kundenanforderungen entwickeln. Wenn auch die aktuelle Finanzkrise bedeutet, dass die Kostenverminderung als Motiv für Outsourcing zeitweilig an Bedeutung gewinnt, so sind die Anbieter doch gut beraten, in ihren Anstrengungen um Innovationen für die Kunden nicht nachzulassen.
Neben Erfahrungsberichten wurden auf dem Kongress auch Ergebnisse wissenschaftlicher Studien präsentiert, die in der öffentlichen Diskussion um Outsourcing mehr Aufmerksamkeit verdienen. So setzte sich Dr. Thomas Meyer, DB Research, in seinem Beitrag „Offshoring – Arbeit verlagern, um Jobs und Einkommen zu sichern“ mit der Behauptung auseinander, dass Offshoring zu Arbeitsplatzverlusten in den verlagernden Ländern führt. Richtig ist, dass „Rochaden“ auf dem Arbeitsmarkt stattfinden. Prof. Dr. Paul Alpar von der Philipps-Universität Marburg konnte in seinem Beitrag zum Thema „Zahlt sich IT-Outsourcing für Auftraggeber aus?“ nachweisen, dass Unternehmen, die Teile ihrer IT-Dienstleistungen ausgelagert haben, in der Folgezeit statistisch signifikant bessere betriebswirtschaftliche Ergebnisse erzielten als Unternehmen, die diesen Schritt im Betrachtungszeitraum nicht unternommen hatten.
Ausführliche Informationen und Vortrags-Download unter: www.bitkom.org/anwenderforum
