E-Commerce

Umsatz mit Musik-Downloads klettert auf 50 Millionen Euro

  • Vergangenes Jahr mehr als 26 Millionen Downloads in Deutschland
  • Zwei Drittel aller Stücke von Männern heruntergeladen
  • Käufer digitaler Musik im Schnitt acht Jahre jünger als CD-Käufer
  • BITKOM veröffentlicht Online-Leitfaden für Autoren und Künstler

Berlin, 26. Februar 2007 - Im vergangenen Jahr haben die Deutschen so viel Musik auf ihre Computer heruntergeladen wie nie zuvor. Die Anzahl der Downloads von Einzelsongs und Alben kletterte auf 26 Millionen, der Umsatz auf 48 Millionen Euro. Damit ist der Markt gegenüber 2005 um rund ein Drittel gewachsen. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit. Grundlage für die Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK Panel Services für den BITKOM. „Mit 60 Millionen Euro werden die Umsätze 2007 nun voraussichtlich erstmals die Marke von 50 Millionen Euro knacken. Wir rechnen mit 33 Millionen herunter geladenen Einzelsongs und Alben in Deutschland“, sagte BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms.

Grafik: Musik-Downloads: Von Rekord zu RekordDer Erfolg des digitalen Musikmarkts geht vor allem auf die Nachfrage von Männern zurück. Nur jedes dritte Stück wird derzeit von einer Frau heruntergeladen. Ähnlich deutlich ist das Bild bei der Altersstruktur. Etwa 45 Prozent aller Käufer digitaler Musik sind jünger als 30 Jahre. Das Durchschnittsalter liegt bei 31 Jahren. Zum Vergleich: Bei physischen Tonträgern wie CDs beträgt das Durchschnittsalter der Kunden im Moment etwa 39 Jahre. Käufer digitaler Musik sind damit im Schnitt acht Jahre jünger als CD-Käufer

Mit einfachen Bezahlsystemen versuchen die Anbieter, noch mehr Menschen für Musikdownloads zu begeistern. So lassen die meisten Online-Shops ihre Kunden zwischen mehreren Zahlungsarten wählen. Neben Kreditkarte, Lastschrift oder Vorkasse haben sich im Web spezielle Internet-Bezahlsysteme etabliert. Wie sie funktionieren, erklärt der BITKOM in einem neuen Leitfaden. Darin wird auch beschrieben, wie Künstler und Verleger die Nutzung ihrer Werke im Internet regulieren können. „Ein modernes digitales Rechte-Management ermöglicht es, Inhalte flexibel zu vermarkten. Das gilt nicht nur für große Medienkonzerne“, sagte BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms.

Der Leitfaden „Online-Content: Vertrieb, Vergütung und DRM“ steht auf der Homepage des BITKOM zum kostenlosen Download bereit unter: http://www.bitkom.org/de/politik/43618_43789.aspx

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