E-Government

Behördengänge per Internet gewinnen an Bedeutung

  • 54 Prozent der Deutschen nutzen die Internet-Dienste ihrer Stadt
  • Informationen, Downloads und Online-Formulare gefragt
  • Bereits 4,6 Millionen Steuererklärungen per Internet dieses Jahr

Berlin, 15. November 2007-Behördengänge per Internet gewinnen an Bedeutung. Jeder Zweite (54 Prozent) hat schon einmal die Homepage der eigenen Stadt- oder Gemeindeverwaltung genutzt. Häufigster Grund war die Suche nach speziellen Informationen. Von dieser Möglichkeit machten bereits 44 Prozent der Deutschen Gebrauch. Der Download von Dokumenten (15 Prozent) und das Ausfüllen von Online-Formularen (9 Prozent) vervollständigen die Top 3 der gefragtesten Dienste. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt. Grundlage ist eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1000 Deutschen. „Behördengänge per Internet verbessern nicht nur den Service für die Bürger, sie verringern auch die Kosten für die Ämter. Vieles lässt sich inzwischen mit wenigen Mausklicks online erledigen", sagte Prof. August-Willhelm Scheer, Präsident des BITKOM.

Über die Homepage ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung gelangen Besucher beispielsweise auch zu den Internetseiten der lokalen Finanzämter. Dort werden sie auf die Option hingewiesen, Steuererklärungen online abzugeben. Genau das haben allein in diesem Jahr bereits 4,55 Millionen Bundesbürger getan (Stand 31.10.). In 2006 waren es insgesamt 4,61 Millionen – ein Wert, der in 2007 nun voraussichtlich deutlich übertroffen wird. Für die Abgabe der Steuererklärung per Internet gibt es die kostenlose Software Elster-Formular. Sie enthält die elektronischen Steuerformulare und die Funktion zum Versenden. Elster-Formular steht unter www.elster.de als Download bereit.

Unabhängig von diesem speziellen Angebot gilt: Online-Behördengänge sind über alle Altersgruppen hinweg weit verbreitet. Während bei den 14- bis 29-Jährigen 69 Prozent schon einmal die Homepage ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung genutzt haben, sind es bei den 45- bis 59-Jährigen immerhin noch 59 Prozent. Eine viel größere Rolle als das Alter spielt die Bildung. So machen gerade einmal 36 Prozent der Deutschen mit Hauptschulabschluss von den Online-Diensten ihrer Kommune Gebrauch, bei den Personen mit Abitur sind es dagegen 68 Prozent. Grundsätzlich lässt sich zudem beobachten, dass im Westen die Begeisterung für Online-Behördengänge etwas größer ist als im Osten. In den alten Ländern liegt die Nutzerrate bei 55 Prozent, in den neuen Ländern bei 50 Prozent.

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