Telematik

Verkauf tragbarer Navigationsgeräte zieht weiter an

  • Erstmals mehr als eine Million verkaufte Geräte in Deutschland
  • Urlaubswelle sorgt für lebhafte Nachfrage
  • Einstiegspreise sind auf 200 Euro gefallen

Berlin, 19. Juni 2006 Tragbare Navigationsgeräte erreichen in diesem Jahr endgültig den Massenmarkt. In Deutschland sollen bis Ende Dezember erstmals mehr als eine Million portable „Navis“ verkauft werden. In Westeuropa gehen voraussichtlich etwa fünf Millionen Stück über die Ladentheken. Diese Schätzung veröffentlichte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in Berlin. „Die Geräte werden immer präziser und immer preiswerter. Außerdem sind sie inzwischen ganz einfach zu bedienen. Das gibt dem Markt einen kräftigen Schub“, sagt BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms. „Besonders jetzt, zu Beginn der Sommerferien, werden tausende deutsche Urlauber ihr Ziel dank moderner Navigationsgeräte leichter finden.“

Grafik: Verkauf tragbarer Navigationsgeräte zieht weiter an

Bereits in der Vergangenheit waren die Absatzzahlen in Westeuropa kräftig angestiegen. Insgesamt zwei Millionen portable Navigationsgeräte gingen nach Untersuchungen des Marktforschungsinstituts GfK 2005 über die westeuropäischen Ladentheken. Mit 670.000 Stück hatte sich dabei Großbritannien an die Spitze des direkten Ländervergleichs gesetzt. Auf dem zweiten Rang folgte Deutschland mit 407.000 Geräten und auf dem dritten Platz Frankreich mit 295.000 Geräten.

Auf Grund der starken Nachfrage drängen immer mehr Anbieter in den Markt für tragbare Navigationsgeräte. Waren Ende 2004 europaweit lediglich zehn Unternehmen in dem Segment aktiv, stieg die Anzahl in den folgenden zwölf Monaten nach GfK-Angaben auf mehr als 40. Im selben Zeitraum sanken die Preise für die Routenplaner im Taschenformat deutlich. Heute sind die Geräte bereits zum Einstiegspreis um 200 Euro zu haben.

Kunden schätzen an portablen Navigationsgeräten vor allem die leichte Bedienung. Die meisten Modelle werden mit einem Saugfuß ganz einfach an der Windschutzscheibe des Autos montiert, der Strom kommt beispielsweise über ein Kabel aus dem Zigarettenanzünder. Alles für die Routenplanung Notwendige steckt bereits in den Geräten: die Software, das Kartenmaterial und ein GPS-Empfänger. Im Gegensatz zu fest eingebauten Modellen lassen sich die tragbaren Navigationsgeräte aus dem Auto heraus mit auf den Gehweg nehmen. So werden auch die letzten Meter bis zum Ziel zu einem Kinderspiel.

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