Zusammenfassung
Unter Beteiligung des BITKOM hat sich die Arbeitsgruppe „ITK im Mittelstand“ des Nationalen IT-Gipfels mit der Nutzung von Informationstechnologien in kleinen und mittleren Unternehmen befasst. Das Thema „ITK im Mittelstand“ spielt damit eine zentrale Rolle bei der Strategie „IKT made in Germany“ und wird damit auch der besonderen Bedeutung des Mittelstands für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wachstum in Deutschland gerecht.
Die Arbeitsgruppe fungiert dabei als Dialogplattform für Politik, Wissenschaft, ITK-Anbieter und Anwender. Sie hat zwei Positionspapiere zu Status und Chancen für ITK im Mittelstand und einen konkreten Konzeptvorschlag zur nationalen Vernetzung von Beratungszentren, Wissenschaft und Wirtschaft erarbeitet. Die Ergebnisse wurden am 23. November 2007 im Rahmen einer Dialogveranstaltung mit Vertretern von Mittelstands-Beratungszentren und –Netzwerken diskutiert und beim zweiten Nationalen IT-Gipfel am 10. Dezember 2007 in Hannover einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Ergebnisse
Um den Einsatz von ITK im Mittelstand zu fördern, sind nach Auffassung der Arbeitsgruppe eine stärkere Vernetzung von Beratung, Wissenschaft und Unternehmen sowie der erleichterte Zugang zur Forschungsförderung notwendig. Die Arbeitsgruppe hat deshalb ein Konzept für ein neuartiges Beratungsnetzwerk entwickelt. Der BITKOM hat in einer Bedarfsanalyse die Frage „Was braucht der Mittelstand?“ analysiert und Themen und Informationsbedarfe für eine verbesserte IT-Beratung im Mittelstand ermittelt.
Um Breitenwirkung und Durchschlagskraft der Beratungsangebote zu erhöhen, schlägt die Arbeitsgruppe vor, bestehende Beratungseinrichtungen national zu vernetzen und „Informations-Vermittler“ (Info-Broker) zu qualifizieren, die als anbieterneutrale Lotsen fungieren können. Die Konzeption und die Bedarfsanalyse sind in der Broschüre über die Tätigkeit der Arbeitsgruppe enthalten, die im Downloadbereich rechts abrufbar ist.
Dokumentation
- IT-Gipfel 2006: Positionspapier und 6 Empfehlungen
- Staatliche Förderung stärker auf KMU ausrichten
- Stärkere Beteiligung des Mittelstandes an E-Government Projekten
- Kooperationen zwischen Wissenschaft/Forschung und Mittelständlern stärken sowie Forschungsförderung für Mittelstand deutlich erleichtern
- Bildungs- und Weiterbildungsangebote stärker am Bedarf der KMU orientieren
- Mittelständler müssen IKT einen höheren Stellenwert einräumen
- IKT-Anbieter müssen IKT-Lösungen für den Mittelstand einfacher machen, verständlicher kommunizieren und den strategischen Nutzen stärker herausstellen
- BITKOM-Bedarfsanalyse: „ITK im Mittelstand zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit – Analyse zum Informationsbedarf in mittelständischen Unternehmen“
- IT-Gipfel 2007: Publikation einer Broschüre „IuK im Mittelstand“ und Konkretisierung der Empfehlungen des ersten Gipfels:
- Die Etablierung von Netzwerken sollte weiterhin durch die Bundesregierung unterstützt werden. Nur so können neue Ideen auf bestehenden Plattformen aufbauen. Die gewachsenen Strukturen, gesammelten Erfahrungen und die bestehenden Kontakte sollten langfristig weiterentwickelt und mit den von der Arbeitsgruppe erarbeiteten Maßnahmen ergänzt werden. Insbesondere das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr, dessen Förderung 2008 ausläuft, kann durch seine Erfahrungen und die bundesweite Anbindung von Partnern einen wichtigen Kern bilden. Die Weiterführung dieses Netzwerks sollte somit über diesen Zeitpunkt hinaus sichergestellt werden.
- Eine erfolgreiche Innovationspolitik für den Mittelstand muss den Zugang des Mittelstands zu Förderprogrammen verbessern. Das erfordert die Straffung bestehender Innovationsprogramme, die ressortübergreifende inhaltliche Abstimmung sowie verbesserte Informationsangebote für den Mittelstand. Die IT-Mittelstandsnetzwerke und -Institutionen der Bundesregierung, der Länder, der Kammern und Verbände sowie die einzelnen Zentren an Hochschulen und bei privaten Trägern müssen den offenen Dialog suchen und verstärken. Nur im gegenseitigen Austausch kann flächendeckend und nachhaltig wirksam ein für den Mittelstand überschaubares Angebot geschaffen werden.