IT-Infrastruktur

Markt für Speicherlösungen wächst um 2,5 Prozent

Berlin, 12. Oktober 2011 - Der deutsche Markt für Speicherlösungen ist weiter im Plus. Der Umsatz wächst in diesem Jahr voraussichtlich um rund 2,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Für 2012 wird eine Steigerung um 1,5 Prozent erwartet. Das gab der Hightech-Verband BITKOM heute bekannt. „Die rasant wachsenden Datenmengen und der Nachholbedarf an Investitionen in IT-Infrastruktur sorgen für ein anhaltendes Wachstum im Storage-Markt“, sagte BITKOM-Vizepräsident Volker Smid. Im Jahr 2009 sank der Umsatz mit Speicherlösungen bedingt durch die Wirtschaftskrise um 7,4 Prozent; im vergangenen Jahr stieg er um 14 Prozent. Der professionelle Storage-Markt teilt sich in zwei große Bereiche. Erstens so genannte Disk-Storage-Systeme, also Plattenspeicher, die zu einem Verbund kombiniert sind. Zweitens automatisierte Bandlaufwerke mit Magnetbändern, im Fachjargon als Bandbibliotheken oder „tape libraries“ bezeichnet. Nicht eingerechnet werden Speichermedien, die vorwiegend bei Privatanwendern zum Einsatz kommen, etwa externe Festplatten, DVDs oder Speicherkarten.

Ähnlich wie die Prozessorgeschwindigkeit wachsen die Datenmengen extrem stark. Laut IDC verdoppelt sich das weltweite Datenvolumen etwa alle 18 Monate. Dafür sorgt vor allem die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten. Diese Daten reichen von Protokollen von Geschäftsprozessen über automatische Erfassungen von RFID-Lesern in der Produktion und Logistik bis zur Digitalisierung von Bildern, Musik und Videos in HD oder 3D. Auch in der Finanzindustrie, im Gesundheitswesen oder in der Wissenschaft fallen große Datenmengen an. Smid: „Big Data ist derzeit neben Cloud Computing einer der wichtigsten Trends in der IT.“

Gesetzliche Vorgaben verlangen häufig die Langzeitarchivierung von geschäftskritischen Informationen in digitaler Form. Zudem kann das Speichern der maschinell erzeugten Daten zu einem Vorteil im Wettbewerb führen, etwa bei dem Aufspüren von Unregelmäßigkeiten bei Finanztransaktionen, bei der Marktforschung oder beim Optimieren des Energieverbrauchs.

Die steigende Datenflut zu verarbeiten, ist für viele Unternehmen problematisch. Denn die Budgets für IT-Ausstattung wachsen nicht in gleichem Maße. Unternehmen sollten daher ihre Speicher-Infrastruktur optimieren. „Virtualisierung und Cloud Computing setzen sich immer mehr durch. Deshalb verlagern immer mehr Firmen ihre Daten von den Arbeitsplatzrechnern in leistungsstarke interne oder externe Rechenzentren mit einem hohen Sicherheitsstandard“, sagte Smid. So lässt sich der Speicherbedarf bedarfsgerecht und flexibel dem Wachstum der Datenmenge anpassen. Damit werden Investitionen in Hard- und Software sowie eine aufwändige Wartung der Systeme überflüssig.
 

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